· Allgemein · von Gabi Putze
Lass das Glück dich finden

Wer möchte sich nicht vom Glück finden lassen?
Wenn das mal eben so einfach wäre! Wie kannst du es anstellen, dass das Glück dich findet?
Wo kommt das Glück überhaupt her? Kommt es von Norden, Süden, Westen oder Osten, von oben oder unten, von links oder rechts? Oder hat es seinen Sitz ganz woanders? Das wollen wir heute mal genauer unter die Lupe nehmen. Bist du dabei?
Warum sind manche Menschen dauerglücklich und andere nicht? Kann es sein, dass die Dauerglücklichen einen Pakt mit dem Glück geschlossen haben und die anderen noch nicht einmal die Adresse vom Glück kennen? Oder denken sie, sie sind es nicht wert, mit dem Glück Kontakt aufzunehmen?
Was denkst du über das Glück?
Kann es sein, dass Glück eine breiartige Masse ist, die man essen kann? Da nehmen die Glücklichen den Suppenlöffel und schöpfen aus dem Vollen, und die Unglücklichen die Gabel, mit der das meiste im Topf bleibt?
Vielleicht steht man, um Glück zu erhaschen, in der Schlange. Da sind eben, wie im realen Leben, die Vorderen schon mit gefüllten Tellern unterwegs, um einen Platz zu ergattern, und die in der Schlange ganz hinten sitzen auf Nadeln, weil sie nicht abschätzen können, ob, wenn sie an der Reihe sind, überhaupt noch etwas übrig bleibt.
Ob das Glück wohl wählerisch sein mag und nur zu denen geht, die ihm sympathisch sind? Eher nicht, da Glück ja etwas sehr Positives zu sein scheint.
Wie kann ich es schaffen, dass das Glück bei mir Einzug hält? Ich versuche es einfach mal mit mehr Hilfsbereitschaft anderen Menschen gegenüber, auch wenn mir nicht wirklich danach ist; egal, ich spiele meine Rolle so gut, dass das Glück nicht merkt, dass ich es täusche. Auch werde ich mir in Zukunft angewöhnen, mir eine freundliche Maske aufzusetzen und meine Wut einfach mal zu unterdrücken, obwohl ich mich vor lauter schlechter Laune am liebsten mit meinen Mitmenschen zanken würde. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, werde ich nicht mehr bei anderen darüber lästern, sondern ganz im Stillen meine vernichtenden Gedanken ausleben.
Das Doofe an der Sache ist, dass die oben genannte Idee keine guten Resultate bringt. Im Gegenteil, es kostet mich unglaublich viel Kraft, diese Fassade aufrechtzuerhalten. Ich habe das Gefühl, dass in meinem Leben noch mehr schiefzulaufen scheint als vorher. Warum bloß?
Kommen wir zur Auflösung des Glücksrätsels
Da ich mich selbst bei den glücklichen Menschen einreihen darf, erzähle ich dir meine Erfahrung mit dem Glück und wo es herkommt. Dieser Zustand schlummert in jedem Menschen, jedoch hat das Glück eine sehr hohe Schwingung. Das bedeutet natürlich, dass es in Gefühl und Form sichtbar wird, wenn der Mensch durch seine Einstellung und sein Verhalten ebenfalls diese Schwingung annimmt.
Wenn du mal erfolgreiche und glückliche Menschen beobachtest, stellst du relativ schnell fest, dass sie selten schlechte Laune haben, nicht den Eindruck vermitteln, in einer Opferrolle zu stecken, und keinerlei Anzeichen von Neid, Habgier, Eifersucht, Missgunst, übler Nachrede, Unzufriedenheit, Gejammer, Abwertung oder Streitsucht zeigen.
Oder kennst du glückliche Menschen, die das oben Genannte an den Tag legen? Was ja nicht bedeutet, dass nicht auch ein glücklicher Mensch schlechte Laune bekommen kann oder ihm ein Urteil über die Lippen flitzt. So perfekt ist die Menschheit nun doch noch nicht, dass zu 100 Prozent Licht und Liebe herrschen.
Wenn ich bei mir selbst nachforsche, fällt mir auf, dass sich das Glück über die vielen Jahre, in denen ich immer herzlicher, ehrlicher und aufrichtiger wurde, in meinem Leben zunehmend häufiger präsentiert. Wenn es Momente gab, in denen ich in alte Muster zurückgefallen bin, konnte ich auch ganz deutlich wahrnehmen, wie das Glück sich aus der Sichtbarkeit in meinem Leben zurückzog.
In den letzten Jahren nehme ich das Glück ganz intensiv wahr. Damals fing ich damit an, mich selbst immer intensiver zu lieben und wertzuschätzen. Ich habe gelernt, mein Herz zum Meister zu machen und meinen Verstand zum hilfreichen Diener. Ich lebe mit der Einstellung „Es ist, wie es ist“, habe aufgehört, mich wegen Kleinigkeiten zu ärgern und anderen Schuldzuweisungen zu machen, habe Toleranz gelernt und mir einfach erlaubt, frei wie ein Vogel zu sein und anderen Menschen ebenfalls mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen.
Und wie schon erwähnt: Immer dann, wenn ich wieder aus meiner Mitte rutsche und in alte Muster zurückfalle, kann ich etwas zeitverschoben auch beobachten bzw. fühlen, wie sich das Glück anfängt zu verdünnisieren grins.
Mein allergrößtes Glück
empfinde ich dem Leben gegenüber, das mich so reichlich mit Lebensfreude und der Erkenntnis von tiefer Dankbarkeit und Wertschätzung beschenkt hat.
Mein Tipp an dich, lieber Leser: Achte bewusst auf dein eigenes Verhalten, dir und anderen gegenüber. Sag Ja zum Leben und lade das Glück ein, denn es wartet nur darauf. Erfreue dich an all den Dingen, die du schon in deinem Leben hast, und übe dich in Dankbarkeit.
Was ich für ganz wichtig erachte, falls du dich als Opfer empfindest: Suche Wege, um aus dieser Opferrolle herauszukommen. In meinem Coaching ist es für mich einfach faszinierend, die Entwicklung meiner Klienten zu beobachten, wenn sie den Weg aus der Opferrolle heraus beschreiten und das Glück immer mehr durch die Ritzen und Spalten ihrer Barrikaden spitzelt. Am allerschönsten ist es dann, wenn die Barrikaden fallen und das Glück freien Zutritt in das Leben eines offenen Menschen bekommt.
In diesem Sinne möchte ich dir mein Buch „Du musst nicht suchen – Das Glück findet Dich“ wärmstens ans Herz legen.
Mit einem herzlichen Gruß
Gabi
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